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Hier finden Sie Informationen rund um die Zahnheilkunde. Wir haben uns redlich bemüht, die häufigsten Themengebiete anzusprechen. Bitte beachten Sie: die Informationen sind nach unserem Wissenstand zwar korrekt, doch in vielen dieser Gebiete wird noch geforscht - wir bleiben für Sie aber natürlich am Puls der Zeit.
Viel Spaß beim Erforschen der Zahnmedizin!
AMALGAM:
Legierung des Quecksilbers mit einem oder mehreren Metallen (Feilung). Das Mischungsverhältnis zwischen Feilung und Quecksilber beträgt je nach Präparat in etwa 1:1.
Zusammensetzung des Feilungspulvers:
Ag = Silber Sn = Zinn Cu = Kupfer Hg = Quecksilber Zn = Zink
Sonstige Bestandteile:
Zr = Zirkonium Sb = Antimon Pd = Palladium In = Indium
Als Füllmittel erstmals in London 1825 angewandt. Heute nur noch sog. Gamma – 2 – freie Amalgame am Markt, die die korrosionsanfälligste Zinn-Quecksilber-Phase nicht mehr enthalten.
Amalgamfüllungen dürfen nur für okklusionstragende Füllungen im Seitenzahnbereich eingesetzt werden und nur dann, wenn andere plastische Füllungswerkstoffe nicht indiziert sind und andere Restaurationstechniken nicht in Frage kommen. Weitere Anwendungsbeschränkungen aus vorbeugendem Gesundheitsschutz betreffen u.a. Patienten mit schweren Nierenfunktionsstörungen und Kinder bis zum 6. Lebensjahr. Aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollte die Zahl der Amalgamfüllungen für den einzelnen Patienten so gering wie möglich sein, da jede Amalgamfüllung zur Quecksilberbelastung des Menschen beiträgt.
Amalgam ist nicht geeignet
- für retrograde Wurzelfüllungen,
- als Material für Stumpfaufbauten zur Aufnahme von Kronen oder Inlays,
- als Füllungsmaterial in gegossenen Kronen.
Bei okklusalem oder approximalem Kontakt mit vorhandenem gegossenem Zahnersatz sollte keine neue Amalgamfüllung gelegt werden.
Aufgrund der Exposition der Föten gegenüber Quecksilber aus den Amalgamfüllungen der Mutter sollte aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes keine bzw. keine weitere Anwendung in der Schwangerschaft erfolgen. Alternativmaterialien sollten nach Möglichkeit Vorrang haben.
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BLEICHEN - BLEACHING:
Versuch verfärbte Zähne aufzuhellen.
In der Regel wir für den Patienten eine individuelle Bleichschiene angefertigt, die nach ärztlicher Anweisung durch den Patienten mit dem Bleichgel bestückt und über Nacht auf den Zähnen getragen wird. Es können sowohl tote- als auch lebendige Zähne gebleicht werden.
Mit einer kombinierten Methode des Bleaching beim Zahnarzt - ergänzt durch ein Home-Bleaching - kann die Behandlungszeit verkürzt und die Bleichungswirkung bereits nach fünf Tagen signifikant erhöht werden, im Gegensatz zu der alleinigen Praxis-Behandlung.
Für das Bleichen werden 10-15prozentige Karbamid oder Urea-Lösungen verwendet, für den professionellen Gebrauch stehen in der Praxis 30-35prozentige Wasserstoffperoxid- oder Karbamidlösungen im Vordergrund. Es kann an der Mundschleimhaut zu vorübergehenden Irritationen kommen, auf die der Zahnarzt unbedingt hingewiesen werden sollte. Da es sich hierbei nicht um eine medizinisch notwendige Behandlung handelt, ist eine Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen. Auch bei den privaten Versicherungen ist es ratsam vorher die Kostenübernahme abzuklären.
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C
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DENTIN:
Substantia eburnea, Hauptmasse des Zahnes, umschließt die Pulpa, ist im Kronenteil vom Schmelz überzogen und im Wurzelteil von Zement bedeckt. Dentin ist härter als Knochen aber weicher als Schmelz. 70 – 80% sind anorganische Anteile (Hydroxyapatit), 20 – 30% sind organisch. Typisch für das normale Dentin sind Dentinkanälchen, die von der Pulpa zur Peripherie des Dentin verlaufen. Offenes Dentin führt daher häufig zu schmerzhaften Sensibilitätsempfindungen (z.B. empfindliche Zahnhälse).
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E
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FISSURENVERSIEGELUNG:
Die okklusale Morphologie der Zähne begünstigt die Retention und Akkumulation von Bakterien, Plaque und Nahrungsresten. Unregelmäßig gestaltete Fissuren und Grübchen, tiefe Einschnitte, ampullenförmige Erweiterungen usw. sind mit Hilfe der Zahnbürste nur ungenügend zu reinigen. Als effektiver Schutz und kariesprophylaktischer Maßnahme von Grübchen und Fissuren hat sich die Versiegelung mit Kunststoff nach der Schmelz-Ätz-Technik bewährt. Am Zahn muß dabei in der Regel nicht gebohrt werden. Der Zahnschmelz wird durch Säurevorbehandlung mikrostrukturell aufgerauht und anschließend mit einem dünnfließenden, meist lichthärtenden Kunststoff bedeckt, um die Ansammlung kariogener Substanzen in den Retentionsstellen zu verhindern. Die Haltbarkeit ist jedoch begrenzt und muß im Rahmen der Individualprophylaxe regelmäßig überprüft bzw. gegebenenfalls erneuert werden.
FLUORIDE
Fluoride sind die Salze der Fluorwasserstoffsäure (HF), die auch als Flusssäure bekannt ist.
Fluoridierung
Als Fluoridierung bezeichnet man die Zugabe von Fluoriden insbesondere zu Speisesalz, Trinkwasser, Milch, Tabletten und Zahnpasten zur Prophylaxe von Zahnkaries
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GLEITHINDERNISSE:
verlängerte antagonistenlose Zähne (ohne Gegenzahn) können mit dem Gegenkiefer Gleithindernisse bilden, die die Bewegungsfunktion des Unterkiefers stören und nach dem Diagonalgesetz von Thielemann im diagonal gegenüberliegenden Kiefer Zahnhartsubstanzverlust und Abbauprozesse des Knochens verursachen können. Sie sind auch häufig lokal auslösende Ursachen von sog. Parafunktionen wie Knirschen und Pressen.
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GOLDLEGIERUNG:
Unterteilung in aufbrennfähige Goldlegierung und nicht aufbrennfähige Goldlegierung: Die Aufbrennfähigkeit bezieht sich auf die Möglichkeit zusätzlich Keramik auf das Gold zu brennen, um die z.B. Krone zahnfarben zu gestalten (sog. Metallkeramische-Krone).
Unterteilung in hochgoldhaltige Legierung und Spargold: Bei den hochgoldhaltigen beträgt der Goldanteil 90% oder mehr, der Rest besteht aus Silber, Platin und anderen Metallen wie Kupfer, Zink, Indium, Iridium. Spargold enthält oft bis zu 80% Palladium und meist nur weniger als 2% Gold, der Rest besteht aus Silber, Kupfer, Zinn, Zink und anderen Metallen.
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HOMÖOPATHIE:
von Sam. Hahnemann (1755-1843) aufgestelltes Heilverfahren, wobei die Krankheiten in niedrigen Dosen mit den Mitteln behandelt werden, die in höheren Dosen bei Gesunden ähnliche Erscheinungen hervorrufen: Similia similibus curantur.
Die Arzneimittel werden in der Homöopathie in Verreibungen u. Verdünnungen verabreicht, undzwar insog. Potenzen.Die Verdünnung erfolgt heute meist nach dem Dezimalsystem (Dezimalpotenzen): D1 = 1 : 10, D2 = 1 : 100 usw.; Verdünnungen über D12 werden als hohe Potenzen, Verdünnungen unter D12 als mittlere u. tiefe Potenzen bezeichnet.
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I
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JACKETKRONE:
Keramikmantelkrone, 1903 entwickelt von Charles Henry Land. Eine funktionell und ästhetisch hochwertige Mantelkrone, die ganz aus keramischer Masse besteht und die Zahnkrone bis zum Zahnfleischrand umgibt. Vorteil: Durch die Transparenz der Keramik wirkt die Krone sehr lebendig.
Nachteil: Der Zahn muß etwas mehr beschliffen werden, Bruchgefahr größer als bei metallkeramischen Kronen.
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KARIES:
Verbreitetste Krankheit des Menschen. Karies entsteht durch schmelzauflösende Säuren, die Bakterien aus den Kohlenhydraten der Nahrung (hauptsächlich Zucker) produzieren. Je länger der bakterielle Zahnbelag (Plaque) an den Zähnen haftet und je kariogener die Nahrung ist bzw. je öfter sie zu sich genommen wird, um so eher entsteht ein Loch im Zahn. Weiße Flecken am Zahnschmelz sind häufig die erste Stufe von Karies. Der harte Zahnschmelz ist an dieser Stelle dann bereits porös geworden.
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LEUKOPLAKIE:
Die Leukoplakie ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation ein weißer, nicht abwischbarer Fleck der Schleimhaut, welcher keiner anderen Krankheit zugeordnet werden kann. Sie gilt als sog. Präkanzerose oder Vorkrebs d.h. eine langdauernde Gewebsveränderung, die, ohne selbst schon Krebs zu sein, die Wahrscheinlichkeit und Neigung erkennen läßt,zum Krebs zu werden. Häufig bei starken Rauchern im Wangen- bzw. inneren Mundwinkelbereich.
Lactobazillen
Lactobazillen sind Bakterien in Belägen auf Zahnhartsubstanzen, die besonders schädlich sind
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M
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NACHBLUTUNG: (s.a. Operation)
Sollte nach Zahnentfernungen oder kleinen Operationen im Mundbereich Nachblutungen auftreten, so legen Sie eine Mullbinde, notfalls ein frisches Stofftaschentuch, auf die Wunde und beißen mindestens für eine halbe Stunde so zu, daß der Stoff auf die Wunde gedrückt wird. Sie sollten sich dabei nicht hinlegen sondern sitzen und ev. zusätzlich von außen kühlen. In keinem Fall spülen oder häufig ausspucken! Ist nach 1 bis 2 Stunden die Blutung nicht zum Stehen gekommen, setzen Sie sich mit der Praxis oder dem zahnärztlichen Notdienst in Verbindung. Prophylaktisch vermeiden Sie Nachblutungen am besten, indem Sie nach dem Eingriff kein Kaffee, schwarzen Tee, oder Alkohol trinken, nicht Rauchen und die Wunde in Ruhe lassen. Bedenken Sie auch, daß Schmerzmittel wie Aspirin etc. eine blutverdünnende Wirkung haben und daher auch zu einer Nachblutung beitragen können.
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OPERATION: Informationen nach Operationen im Bereich der Mundhöhle
Blutungsgefahr:
Keine körperlichen Anstrengungen (Nachblutungsgefahr)! Nicht bücken, nicht heben.
Essen:
Essen Sie erst, wenn das volle Gefühl an der betäubten Stelle wiederkehrt ist. An den ersten Tagen ist weiche und und flüssige Kost zu bevorzugen. Geeignet sind: Fleischbrühe mit Ei, Hackfleisch mit Kartoffelbrei, Fruchtsäfte. Keine Mehlspeisen! Wenig Alkohol und nicht rauchen!
Zahnpflege:
Zahnpflege sorgfältig weiter betreiben. Den unmittelbaren Wundbereich vorsichtig reinigen. Nähte und Wundbereich nicht berühren.
Spülen:
Häufiges Spülen schadet. Saugen Sie nicht an der Wunde! Spülen Sie bitte zunächst nur nach dem Essen und dem Zähneputzen mit einem oder zwei Schluck frischen, sauberen Wasser. Sie können Salz oder Kamillenlösung hinzufügen.
Schwellung:
Um die Schwellungen zu vermeiden, kühlen Sie das Wundgebiet nach der Operation 3 bis 4 Stunden lang. Nach 20 Minuten Kälteeinwirkung 10 Minuten aussetzen, dann erneut Kälte zuführen. Legen Sie am besten im Wundbereich ein Kühlkissen auf die Wange; ebenso gut sind zerstoßene Eiswürfel, in einen Plastikbeutel gefüllt oder in eine Wärmflasche. Zwischen Kühlkissen und Wange ein feuchtes Tuch legen. Dieses Vorgehen können Sie notfalls noch 1 bis 2mal an den folgenden zwei Tagen nach der Operation wiederholen. In keinem Fall innerhalb der ersten 48 Stunden Wärme anwenden!
Nachblutung: (siehe auch unter Nachblutung direkt)
Sollte wider Erwarten eine Nachblutung auftreten, so legen Sie eine Mullbinde, notfalls ein frisches Stofftaschentuch auf die Wunde und beißen so zu, daß der Stoff auf die Wunde gedruckt wird. Sie sollten sich nicht hinlegen, sondern sitzen. Wenn die Blutung nach 1 bis 2 Stunden nicht zum Stehen gekommen ist, setzen Sie sich mit der Praxis bzw. dem aus der Tageszeitung ersichtlichen Notfall oder Sonntagsdienst in Verbindung. In keinem Falle spülen oder ausspucken!
Schmerzen:
Schmerzen im Wundgebiet nach dem Abklingen der Spritzenwirkung sind normal. Sie können notfalls Schmerztabletten einnehmen. Treten allerdings starke Schmerzen erst nach 1 bis 3 Tagen auf, so müssen Sie sich sofort zur Nachbehandlung melden.
Kontrolltermin:
Kommen sie zum Kontrolltermin. Die Nachsorge ist notwendig.
Autofahren:
Bitte nach dem operativen Eingriff nicht selbst mit dem Fahrzeug nach Hause fahren. Bedenken Sie, daß Ihre Fahrtüchtigkeit auch in den nächsten Tagen herabgesetzt sein kann, insbesondere wenn Sie zusätzliche Medikamente eingenommen haben.
Tupfer:
Wurde ein Tupfer auf die frische Wunde gelegt, müssen Sie ihn durch Aufbeißen festhalten und nach einer Stunde ausspucken.
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PARODONTOSE:
Entstehung in 3 Phasen:
- Beläge werden nicht sorgfältig beseitigt. Bakterien vermehren sich und greifen das Zahnfleisch an. Es schwillt an, entzündet sich und beginnt zu bluten.
- Die Bakterien dringen zwischen Zahn und Zahnfleisch ein. Die Verbindung des Zahnfleisches mit dem Zahn beginnt sich zu lösen. Es bilden sich Zahnfleischtaschen, in die sich Speisereste einlagern. Das Bakterienwachstum nimmt stark zu.
- Das Zahnfleisch weicht zurück. Die Zahnhälse werden freigelegt, der Kieferknochen wird angegriffen, und schwindet. Aus einer anfangs harmlos erscheinenden Zahnfleischentzündung ist eine Parodontose geworden, die zum frühzeitigen Verlust von Zähnen führt.
Vermeidung: Eine konsequente und regelmäßige Entfernung der bakteriellen Plaque, sei es mechanisch oder chemisch, bewirkt ein Verschwinden aller Entzündungszeichen der Gingiva. Aus diesem Grund ist die Mundhygiene des Patienten zur Beseitigung und Verhinderung von Zahnbelägen das beste und einfachste Mittel der Parodontaltherapie.
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QUECKSILBER:
Quecksilber ist ein hoch toxisches, silberweißes, glänzendes Metall, welches als einziges Metall bei gewöhnlicher Temperatur flüssig bleibt. Ob als elementares Quecksilber, Quecksilberdampf, Quecksilber I und II Salze oder organische Quecksilberverbindung, in jeder Form bleibt es gesundheitsschädlich. Quecksilber kann durch das Einatmen von Quecksilberdampf und Zerstäubung von Quecksilber-Salzen aufgenommen werden. Es wird über Haut und Schleimhäute resorbiert.Elementares Quecksilber ist die verdampfbarste Form des Metalls. Schon bei Zimmertemperatur, Kompressionen oder leichter Bewegung gibt es Dämpfe ab. Elementares Quecksilber wird zur Herstellung von Amalgamfüllungen verwendet.Das toxische Potential von Quecksilber in der Zahnmedizin ist auf Quecksilberdampf beschränkt.
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REINIGUNGSMITTEL: für herausnehmbaren Zahnersatz und kieferorthopädische Geräte
Auch die Pflege des Zahnersatzes und der kieferorthopädischen Apparaturen gehört zur Zahn- und Mundpflege. Ungepflegte Prothesen begünstigen die Vermehrung von Keimen in der Mundhöhle, wodurch Entzündungen der Mundschleimhaut ausgelöst werden können. Täglich anempfohlene Prothesenpflege kann mit Wasser und Bürste oder Zahnpasta erfolgen. Als Ergänzung und zur besseren Desinfektion dieses Werkstückes sind aber spezielle Prothesenreiniger im Angebot, die ohne mechanische Unterstützung wirksam sind. Diese Produkte, in Tabletten oder Pulver angeboten, lösen sich sprudelnd in Wasser auf, dabei wird aktiver Sauerstoff frei, der die Keimabtötung bewirkt. Neben dem finanziellen und chemischen Aufwand bleibt es dabei fraglich, ob die Oberfläche der Prothese auf Dauer wirklich nicht angegriffen wird.
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SCHLEUDERTRAUMA: (engl. whiplash injury)
Häufig nach Auffahrunfällen, weil hier der Kopf peitschenartig erst nach hinten und dann nach vorne (oder umgekehrt) geschleudet wird. Neben den allgemein bekannten Beschwerden in der Halswirbelsäule bzw. den benachbarten Weichgeweben, bleibt eine Schädigung des Kiefergelenkes bzw. der Kaumuskulatur oft unerkannt, oder wird, da sie sich auch erst Monate bis Jahre später einstellen kann, nicht mehr in Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen gebracht. Die Ursache liegt in den unterschiedlichen Massen von Kopf und Unterkiefer. Der wesentlich leichtere Unterkiefer wird dabei stets in die entgegengesetzte Richtung des Kopfes selbst beschleunigt, was zu erheblichen Zerrungen und Verletzungen im Kiefergelenk und der Kaumuskulatur führen kann. (s. a. Myozentrik)
Streptokokken
Streptokokken sind Bakterien in Belägen auf Zahnhartsubstanzen, die besonders schädlich sind
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TELESKOPKRONE:
Auf dem Zahn selbst wird eine allseits glatte zylindrische Metallhülse (Gold) fest zementiert, das sog. Primärteleskop. darüber greift "teleskopartig" eine zweite Hülse, die optisch wie eine Krone ausgeformt ist, das sog. Sekundärteleskop. Findet gerne bei herausnehmbaren Zahnersatz mit zwei oder mehreren Teleskopen Verwendung. Da hierbei die zylindrischen Flächen nahezu alle parallel zueinander sind ergibt sich eine Friktion, die den Zahnersatz am Ort hält und gleichzeitig den Pfeilerzahn durch seine überstülpende Art weitestgehend nur axial belastet. Das bedeutet, daß bei dieser Versorgungsart auch parodontal angegriffene Zähne eventuell noch mit einbezogen werden können. Ein weiterer Vorteil ist die leichte Erweiterbarkeit dieser Konstruktion, vor allem wenn mehrere Teleskope zur Anwendung kommen. Dies bedeutet, daß auch bei Verlust eines Zahnes kostengünstig der Zahnersatz an die neue Situation angepaßt werden kann.
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UNTERFÜTTERUNG:
Hierdurch können mangelhaft sitzende Prothesen dem Kiefer wieder genau angepaßt werden. Der Halt wird dadurch verbessert, weniger Speisereste gelangen unter die Prothese und Druckstellen werden ausgeglichen. Besonders wichtig ist jedoch eine regelmäßige Unterfütterung aller ein bis zwei Jahre für die Pfeilerzähne bei Teilprothesen. Gleichmäßiger und schaukelfreier Sitz entlastet diese und trägt somit entscheidend zum Erhalt der Restbezahnung bei. Man unterscheidet:
- direkte U: (seltener)
Das Material, in der Regel ein selbstpolymerisierender Kunststoff, wird aufgetragen und härtet im Mund aus.
- indirekte U: (häufiger)
Die hohlen Stellen unter der Prothese werden mit einem geeigneten Abdruckmaterial festgehalten. Die eigentliche Unterfütterung mit Kunststoff erfolgt außerhalb des Mundes im Labor
- U. mit hartem Kunststoff:
Dauerhaftestes und hygienischstes Verfahren. Nachteil: Ungenauigkeiten führen manchmal zu neuen Druckstellen. Werden sog. Kaltpolymerisate verwendet, können die hohen Anteile an Restmonomeren zu Unverträglichkeiten führen.
- weichbleibende U:
Sollte wegen der geringeren Haltbarkeit und schlechteren Putzmöglichkeit den Problempatienten mit äußerst druckempfindlicher Schleimhaut vorbehalten bleiben. Auch hier können die Weichmacher zu Unverträglichkeiten führen.
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VERSIEGELUNG:
siehe Fissurenversiegelung
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VITALEXSTIRPATION:
Ist ein noch lebender Zahnnerv (Reaktion auf Kälte) so schmerzhaft entzündet, daß alle Therapien, wie z.B. Heilinjektionen, keinen Behandlungserfolg zeigen, kann der Zahnarzt das Nervengewebe unter Schmerzausschaltung durch Spritze entfernen. Soll der Zahn der Mundhöhle erhalten bleiben, benötigt er daraufhin eine Wurzelfüllung.
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WEISHEITSZÄHNE:
Werden auch dritte Molaren oder 8er (achter Zahn von der Mitte nach hinten) genannt. Der Durchbruch in die Mundhöhle erfolgt um das 16. Lebenjahr, oft aber auch noch viel später. Die W. zeigen von allen Zähnen die häufigsten Unregelmäßigkeiten bzgl. der Kronen- und Wurzelform auf, aber auch bei der Anlage kann einer oder sogar alle fehlen. Im Unterkiefer kommt es öfters zu Durchbruchsbeschwerden (Dentitio difficilis). Platzprobleme, Verlagerungen oder nicht herauswachsende Weisheitszähne erfoldern meist eine (operative) Entfernung.
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X-RAYS:
= Röntgenstrahlen
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XYLIT:
Zuckeraustauschstoff in Nahrungsmitteln, Getränken und Süßigkeiten. Da dieser in der Mundhöhle nur gering zu Säuren verstoffwechselt wird, ist er nicht so kariogen. Auch für Diabetiker geeignet, weil hier gegenüber dem normalen Zucker der Blutzuckerspiegel nur gering ansteigt. Alle Zuckerausstauschstoffe, wie z.B. auch Mannit, Sorbit, haben bei übermäßigen Verzehr abführende Wirkung.
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Y-PLATTE:
Nach A. M. Schwarz eine herausnehmbare kieferorthopädische Spange mit zwei Schrauben, die nach einem festen Rhythmus aktiviert werden. Dies bewirkt eine Dehnung des Kiefers um einen Engstand der Zähne zu beseitigen.
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ZAHNBEWEGLICHKEIT:
- physiologische: natürliche Eigenbeweglichkeit der Zähne in ihrem Zahnbett (< 1mm), da der Zahn nicht direkt, sondern über mikroskopisch kleine Fasern, mit dem Knochen verbunden ist.
- pathologische: Zahnlockerung als Folge von Knochenverlust (Parodontose) oder Trauma, wird in drei Grade eingeteilt.
Grad I = gerade fühlbar Grad II = sichtbar Grad III = bereits auf Lippen- und Zungendruck oder entlang der Zahnachse beweglich .
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ZAHNSCHEMA:
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1. Quadrant rechts oben 8 7 6 5 4 3 2 1
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2. Quadrant links oben 1 2 3 4 5 6 7 8
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8 7 6 5 4 3 2 1 4. Quadrant rechts unten
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1 2 3 4 5 6 7 8 3. Quadrant links unten
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Da wir Zahnärzte bei der Befundaufnahme normalerweise dem Patienten gegenüber sitzen, sind im Schema die Seiten vertauscht. Es wird von der Mitte (Schneidezahn) nach Außen gezählt. Beispiel: rechter oberer Weisheitszahn = Zahn 18 ( sprich eins acht, nicht achtzehn), linker unterer Eckzahn = Zahn 33 (sprich drei drei). Milchzähnen werden entweder nur mit römischen Zahlen von I bis V darüber geschrieben, oder auch quadrantenweise, von 5 = oben rechts bis 8 = unten rechts, angegeben. Beispiel: hinterster Milchzahn unten rechts = Zahn 85 (acht fünf).
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ZAHNSTEIN:
Harte Ablagerung am Zahn oder auch Zahnersatz, bevorzugt an den Innenflächen der unteren Schneidezähne, oder an der Backenseite der oberen Molaren. Ist letztendlich eine Mischung aus Speiseresten und Bakterien die durch den mineralhaltigen Speichel verkalkt worden ist. Da bereits nach wenigen Stunden aus einem anhaftenden weichen Belag (Plaque) Zahnstein werden kann, ist die beste Prävention immer noch nach jeder Essen die Zähne gründlichst zu putzen und wenig Zwischenmahlzeiten einzunehmen. Wichtig ist die regelmäßige professionelle Entfernung durch den Zahnarzt oder der dafür ausgebildeten Mitarbeiterin, da sonst Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontose unausweichlich sind.
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